DIE SITUATION DER JAGDHUNDE IN SPANIEN
Spanien ist das letzte Land in der EU, in dem die Hetzjagd mit Hunden noch erlaubt ist. Hier wird hauptsächlich der Galgo Español, der spanische Windhund, zur Jagd auf Hasen eingesetzt. Zum Vergnügen und zur Unterhaltung. Aber auch Hunderassen wie Podencos, Bretonen, Bodegueros und andere sind betroffen.
Die Situation der spanischen Jagdhunde ist katastrophal. Ein Galguero (Jäger, der Galgos hält) besitzt oft dutzende Hunde. Übers Jahr werden sie in Verschlägen gehalten, unterversorgt und verwahrlosen oft. Steht die nächste Jagdsaison bevor, werden die Hunde getestet und trainiert. Die erfolgversprechenden kommen zum Einsatz. Die anderen werden oft schon aussortiert, weggegeben, entsorgt. Kein Jäger will sich das Durchfüttern unnützer Hunde leisten. In der nächsten Saison arbeiten sie dann lieber mit frischen Jungtieren. Sie vermehren die Hunde wie sie sie brauchen. Als Massenware. Und behandeln die Tiere wie Wegwerfartikel.
Jedes Jahr werden zehntausende Jagdhunde entsorgt. Verletzt auf Feldern zurückgelassen, erschlagen, überfahren, angebunden, erhängt. Von der Jagd verschlissen, unbrauchbar geworden, zu alt - mit 3 Jahren gilt ein Jagdhund schon als verbraucht.
Die Tiere, die Glück haben, werden in Tötungsstationen abgegeben und dort von Tierschutzorganisationen freigekauft. Sie werden dann ins europäische Ausland vermittelt, um ihrer Hölle für immer zu entkommen.
Offizielle Zahlen von staatlicher Seite gibt es nicht, dort wird das Problem totgeschwiegen.
War in den letzten 20 Jahren die Zahl 50.000 ein Anhaltspunkt (basierend auf einer Umfrage unter teilnehmenden Tierheimen), gehen spanische Tierschutzorganisationen inzwischen von 200.000 - 250.000 Jagdhunden jährlich aus, wovon 80% Galgos sind.
Berichte und Beobachtungen aus Perreras, Refugios und Auffangstationen zeigen, der Galgo ist die am stärksten betroffene Rasse. Das macht ihn zum Botschafter für alle spanischen Jagdhunde. Etliche Organisationen tragen die Rasse im Namen. Der Galgo steht für das Leid aller spanischen Jagdhunde.
DIE SPANISCHEN JAGDHUNDE
In Spanien werden verschiedene Hunderassen zur Jagd eingesetzt. Die folgenden Jagdhundrassen sind am häufigsten in der Vermittlungsarbeit von Tierschutzorganisationen vertreten.
Die massenhafte Vermehrung von Jagdhunden in Spanien stellt ein großes Problem dar. Oft werden verschiedene Rassen gekreuzt und es entstehen vielfältige Mischformen. Ziel der "Jäger" ist es dabei, einen Champion zu züchten. Dafür wollen sie robuste und leistungsstarke Rassen und importieren teilweise sogar ausgediente Hunde aus der Rennindustrie, wie z.B. Greyhounds aus Irland.
Resultat dieser unkontrollierten Vermehrung sind Gendefekte, ein ansteigendes Krebsrisiko und weitere schwerwiegende Gesundheitsfolgen. Für die Vermehrer spielt das aber keine Rolle, sie benutzen die Hunde ohnehin meist nur für eine kurze Zeitspanne von wenigen Jahren.
Podenco
Ibicenco, Canario, Andaluz, Andaluz Maneto… Podencos gibt es in verschiedenen Unterarten und Größen.
Ratonero Bodeguero Andaluz
Der kleine spanische Terrier, ursprünglich gezüchtet, um Ratten und Mäuse in den Weinkellern Andalusiens zu fangen.
Mastin Español
Kein Jagdhund, aber ein sogenannter Gebrauchshund. Mastins findet man auch oft in spanischen Tierheimen. Diese Hirtenhunde werden oft als Hof- und Hütehunde eingesetzt.








